Grundsatzprogramm
Wirtschaft, Infrastruktur und Ausbildung
Ziel der Wirtschaftpolitik in Schöneck muss sein, die Rahmenbedingungen für wohnortnahe Arbeits- und Ausbildungsplätze zu schaffen. Gewerbetreibende müssen entlastet werden, indem man die unternehmensbezogenen Steuern und Abgaben am Durchschnitt, der im Planungsverband Rhein-Main vertretenen Kommunen orientiert.
Erfolgreiche Wirtschaftpolitik geht mit erfolgreicher Infrastrukturpolitik einher. Aufgrund der günstigen Lage Schönecks genießen wir mit der Nähe zu Frankfurt und des guten Verkehrswegenetz einen besonderen Vorteil. Mit der Schaffung der Ortsumgehung Kilianstädten, der Sanierung der L 3008 nach Mittelbuchen und dem Ausbau des ÖPNV sind hier bereits wichtige Projekte realisiert worden. Als nächstes gilt es die Ampel am Flaschenhals Kilianstädten abzuschaffen.
Ein besonderes Augenmerk liegt nun auf einer Ortsumgehung Büdesheim, um eine nachhaltige Entlastung des Verkehrsaufkommens zu erzielen, sowie auf der Ortsdurchfahrt Kilianstädten und der Gestaltung des neuen Ortskerns. Die Junge Union Schöneck fordert, die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt am Ziel eines lebendigen, kommunikativen und attraktiven Ortskerns zu orientieren. Insbesondere der Bereich Uffelmann'scher Hof bietet großes Potential für die Ansiedlung von Gewerbetreibenden aus Gastronomie und Einzelhandel. Auch und gerade im Hinblick auf Generationengerechtigkeit muss die Erreichbarkeit für weniger mobile Menschen gewährleistet sein. Hierfür müssen jedoch Anreize für Unternehmer geschaffen werden, sich an diesen Stellen anzusiedeln. Nötig ist hierbei die Ausweisung und Schaffung von Parkplätzen, die bei der Neugestaltung besonders berücksichtigt werden muss.
Kindergärten und Schulen sind wichtige Standortfaktoren und müssen immer gut ausgestattet werden und jede mögliche Unterstützung erfahren. Im Bereich der Ausbildungsplätze gilt es eine Lehrstellenbörse auf der Homepage der Gemeinde zu realisieren und zu pflegen.
Sicherheit und Sauberkeit
Sicherheit und Sauberkeit tragen wesentlich zur Attraktivität einer Gemeinde bei. In der nahen Vergangenheit musste sich die Gemeinde durch starke Zunahme von Kriminalität, Vandalismus und Verschmutzung neuen Aufgaben stellen. Diese konnten durch den unregelmäßig eingesetzten und viel zu teuren privaten Sicherheitsdienst nicht angemessen bewältigt werden. Daher ist der Sicherheitsdienst abzuschaffen und durch einen freiwilligen Polizeidienst zu ersetzen, um die Sicherheit in der Gemeinde zu erhöhen und regelmäßigen Streifendienst vor allem an bekannten Gefahrenpunkten zu ermöglichen.
Die Polizeipräsenz muss darüber hinaus erhöht werden. Es ist ein eigener Polizeiposten, eventuell in Kooperation mit Niederdorfelden und Nidderau, anzustreben. Die vorhandene Hilfspolizei ist zweckmäßig im Gemeindegebiet einzusetzen. Sie soll Kontrollen ausschließlich in Gefahrenbereichen durchführen und nicht dem Aufbessern von Gemeindekassen dienen.
Jugend und Familie
Der Jugendbericht der Gemeinde zeigt in jedem Jahr das gleiche ernüchternde Ergebnis: Schönecker Jugendliche nehmen die sog. offenen Angebote der Gemeinde, bei denen sich Jugendliche im Rahmen einer wöchentlichen Zusammenkunft selbst organisieren, nicht wahr. Ein neues Konzept ist längst überfällig und bildet die Grundlage für eine zielgerichtete und der Gegenwart gerecht werdenden Jugendpolitik. Vor diesem Hintergrund ist der Bau eines Jugendtreffs aus bedarfsorientierten, finanzpolitischen und zweckmäßigen Erwägungen abzulehnen. Vielmehr sind die erfolgreichen aktionsgebundenen Angebote für verschiedene Altersgruppen und Interessenlagen auszubauen.
In diesem Bereich ist verstärkt auf Jugendförderung in Vereinen zu setzen. Vereine leisten in der Jugendarbeit hervorragende Arbeit, welche jedoch einer größeren finanziellen Unterstützung durch die Gemeinde bedarf. Die Vereinsförderung pro Jugendlichen ist daher signifikant zu erhöhen, um bestehende Angebote aufrecht zu erhalten und Neue zu schaffen.
Um Jugendliche stärker in die Gestaltung ihrer Heimatgemeinde einzubinden, fordern wir eine Neuauflage der Jugendvertretung. Die Gemeinde muss mit einem zukunftsfähigen Konzept Anreize schaffen, damit Jugendliche sich wieder dauerhaft hieran beteiligen.
Bei Ausweisung von neuen Wohngebieten soll berücksichtigt werden, dass Spielplätze in Schöneck bereits in ausreichender Anzahl vorhanden sind, wohingegen Plätze zur sportlichen Betätigung, wie z.B. Bolzplätze und Basketballkörbe, leider Mangelware sind. Bestehende Spielplätze sind regelmäßig auf Schäden, Sicherheitsmängel und Verschmutzung zu überprüfen. Eine von uns bereits geforderte Spielplatzhotline würde hier der Vereinfachung dienen. Spielplatzbesichtigungen der Jungen Union haben in der Vergangenheit den Verbesserungsbedarf aufgezeigt.
Ehrenamt und Kultur
Eine lebendige Gemeinde benötigt engagierte Bürgerinnen und Bürger, um anderen Menschen zu helfen, Gemeinschaft zu stiften und Zusammenhalt zu fördern. Darum verdient das Ehrenamt besondere Würdigung und Unterstützung. Hier müssen deshalb mehr Anreize geschaffen werden, Menschen für ehrenamtliche Betätigung zu motivieren.
Die drei Büchereien sind bei ihrer Arbeit stärker zu unterstützen. Insbesondere ist die Ausweitung des Angebots neuer Lernmedien auf CD und DVD sowie auch mit Hörbüchern, anzustreben. Wie viel in Eigenregie geleistet werden kann, zeigt vorbildhaft die Gemeindebücherei in Oberdorfelden. Damit dies der Fall bleibt, ist der Etat auf konstant hohem Niveau zu halten.
Traditionsfeste, wie z.B. Kerb, Straßenfeste und Laternenfest, müssen zukunftsfähig gestaltet werden und bedürfen der Förderung durch die Gemeinde. Um Traditionen zu pflegen, muss man deren Wurzeln kennen. Deshalb unterstützen wir die Forderung der CDU ein Heimatmuseum zu errichten, welches gerade auch für die jüngere Generation interessante Erkenntnisse bieten würde.
Zudem wünschen wir uns einen mit Leben gefüllten Austausch zwischen den Partnerstädten der Gemeinde, damit dieser Verband nicht nur auf dem Papier besteht.
Umwelt
Die Junge Union Schöneck erkennt ihre Verantwortung für eine zukunftsfähige Energiepolitik in der Gemeinde Schöneck und spricht sich deshalb für die Installierung von regenerativen Energieformen aus. Diese sollen das hessenweit bestehende Energienetz ergänzen. Bei der Errichtung erneuerbarer Energieformen sind die örtlichen Gegebenheiten zu berücksichtigen, um eine realistische Einschätzung zur Energiegewinnung zu bekommen. Insbesondere sollten künftige Energieträger, die belastende Faktoren für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort aufweisen, einer Verhältnismäßigkeitsprüfung standhalten.
Aufgrund unserer sonnenreichen Lage befürwortet die JU Schöneck die Errichtung von Photovoltaikanlagen auf gemeindeeigenen Dächern. Nach unserer Auffassung stellen Blockheizkraftwerke einen sinnvolle und zugleich grundlastfähige Energieerzeugung dar. Insbesondere bei Ausweisung von Neubaugebieten soll geprüft werden, ob sich diese Energiegewinnungsform als hierfür nützlich erweist.
Finanzen
Oberste Prämisse hat für uns ein ausgeglichener, generationengerechter Haushalt. Die Finanzpolitik ist am Maßstab der Nachhaltigkeit auszurichten und bei allen Ausgaben hieran zu messen.
Die jetzigen und die künftigen Generationen haben einen Anspruch darauf, Haushalte vorzufinden, mit denen in der Vergangenheit verantwortungsvoll gearbeitet wurde. Deshalb muss künftig der Abbau der Gemeindeschulden ein besonderes Ziel politischen Handelns in Schöneck sein. Denn auch vor Ort gilt: Die Schulden von heute, sind die Steuern von morgen.
Junge Union Schöneck